- Youtube-Videos und MKV-Dateien werden zwar abgespielt, aber HD-Material (720p) ruckelt und wird nicht flüssig wiedergegeben

- MP3-Sounddateien werden problemlos (auch im Hintergrund) abgespielt
- Das Tagesschau-Video-Widget, das die “Tagesschau in 100 Sekunden” direkt auf der Pinnwand abspielt, macht richtig Laune
- Die Mediengalerie (Foto-Viewer/Diashow, Filme) sieht zwar nett aus, stellt aber Videos mit Vorschaubildchen als “corrupt” dar.
- Der Banshee-(Musik)-Player (V1.7) funktioniert wie gewohnt
- Die WebCam funktioniert, aber was man ausser Standbilder schiessen damit machen kann, ist noch unklar.
Anwendungen
- Der installierte Dateimanager (Filebrowser) ist sehr minimalistisch. Man hat nur eine Symbol-, aber keine Listendarstellung und man kann auch keine Dateien/Ordner umbenennen. Ein Midnight-Commander oder Gnome-Nautilus würde die Produktivität deutlich erhöhen.
- Multitasking funktioniert wunderbar und man kann sehr schnell zwischen Anwendungen hin- und herschalten.
- Die Pinnwand ist nett, wird aber leicht unübersichtlich und überladen
- Die meisten “Apps” im WeTab-Market sind nur Lesezeichen, die man auf den Desktop legt und keine “Native Apps”. Echte “News-Apps” für das angekündigte “Medienwunder wie auf dem iPad (z.B. Welt-App oder Flipboard) gibt es derzeit (noch) nicht. Das Neofonie-WeMagazine konnte ich nicht entdecken.
- Internet-Surfing ist klasse, auch geflashte” Webseiten funktionieren prima
- Claws-Mail funktioniert im Zusammenspiel mit meinem IMAP-Server mit self-signed-X509-Zertifikat überhaupt nicht und stürzt bereits beim Start ab. Wieso gibt’s keinen Thunderbird?
- Android-Apps stehen (noch) nicht zur Verfügung. Anscheinend soll Android 2.2 (Froyo) in einer virtualisierten Umgebung noch folgen…

- Multitouch funktioniert (noch) nicht, d.h. ausser tippen und ziehen gibt’s noch keine weiteren Gesten
- Angeschlossene USB-Geräte (z.B. Kartenleser mit CF-Karte, USB-Stick, Kamera) werden erkannt und man kann auf die Daten zugreifen
- Viele Anwendungen (z.B. Banshee-Musikplayer, OpenOffice) sind nicht für Touch-Screens optimiert, d.h. man muss millimetergenau auf die Schaltflächen/Menüs tippen, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten.
- Bootzeit aus dem ausgeschalteten Zustand ~25 Sekunden, aus dem Standby < 3 Sekunden
- Die RootShell funktioniert wunderbar. Nachdem openssh und rsync per sudo yum install openssh-server rsync auf dem WeTab installiert ist, klappt die Befüllung mit Daten problemlos.
- Die Bildschirmtastatur ist schön groß und es gibt sogar einen Slash! (Nein, nicht DER!
- Per “yum” kann man weitere Software-Pakete nachladen, die aber nicht auf der Oberfläche/Pinnwand erscheinen. Ich habe die Bildbearbeitung gimp und thunderbird installiert und konnte diese dann über die Kommandozeile starten.
- Es gibt keinen Schalter, mit dem ein versehentliches Drehen des Bildschirms verhindern werden kann. Dies führt dazu, dass je nach Haltung das Display einfach wegkippt und man gegensteuern muss. Desweiteren ist die Drehung des Bildschirminhalts beim Kippen/Bewegen des Gerätes nicht so elegant wie beim iPad. Beim WeTab wird der Bildschirm kurz schwarz und erst danach sieht man den gedrehten Bildschirminhalt.
- Es gibt keinen Lautstärkeregler am Gerät – that’s really bad!
- Das Netzteil hat einen richtigen EIN/AUS-Schalter. Das ist SUPER!
- Das WeTab ist NICHT mehrbenutzerfähig (wie das iPad). Da (zumindestes bei meinem Wifi-only-Modell) kein Passwort/PIN für die Nutzung erforderlich ist, kann jeder auf persönliche Daten zugreifen, der das WeTab in den Händen hält. Ich würde dem WeTab deshalb eigentlich keine persönlichen und sensitiven Daten anvertrauen.
- Ich habe keine Möglichkeit gefunden, dass Gerät in den Auslieferungszustand zurückzuversetzen.
- Ein Portscanner (nmap) hat offene TCP-Ports gefunden: DNS (53), ipp/Printing (631), X-Windows/X11 (6000). Dies sollte auf einem Linux-basierten System nicht sein. Schliesslich gibt’s ja iptables/Netfilter out-of-the-box.

- Zur Datensicherheit gehört auch ein Backup-Konzept für die Datensicherung und das Wiederherstellen von Daten. Hier muss man neidvoll anerkennen, dass dies iTunes vorbildlich löst. Beim WeTab muss man selbst dafür Sorge tragen, regelmässig daran denken und auch noch händisch machen, indem man beispielsweise per Filebrowser die Daten auf eine SD-Karte oder eine USB-Platte sichert.
- Das WeTab 16GB-Wifi ist mit 1005 Gramm deutlich schwerer als mein iPad-32GB-UMTS mit 715 Gramm.
- Das Display hat die perfekte Größe (1366×768 Pixel, quasi HD-ready), aber durch die starke Blickwinkelabhängikeit ist es für mich nicht vernünftig nutzbar.
- Der verbaute Lüfter läuft häufig, sein (leises) Geräusch empfinde ich nicht als störend.
- In meinem WeTab kommt eine SanDisk pSSD S2 16GB zum Einsatz
- Batterielaufzeit: vermutlich irgendwas zwischen 3 und 6 Stunden, abhängig vom Nutzungsprofil. Gefühlt waren es ca 4 Stunden.
Hier noch ein Test der Kollegen von PCWELT




