4. August 2011

Hauptkopft of Ulm

Category: In Ulm und um Ulm — Tags: , , , , – Robert Dönges @ 12:29

Einst Gründungsmitglied der legendären Rockband Deep Purple (“Smoke on the Water”, “Child in Time”), hat sich Ritchie Blackmore heute der mittelalterlichen Folkmusik verschrieben. Mit seiner Band Blackmore’s Night war er zu Gast in Ulm; Anlass genug für das Kulturessort unseres Mutterschiffs, mit ihm ein Interview zu führen. Das Gespräch mündete in Blackmores Vorkenntnisse über die Donaustadt und mit dem Hinweis of einen alten Monty-Python-Sketch. Den gibt’s als Ergänzung zum Interview hier – inklusive der Transkription des Komponisten-Namens Johann Gambolputty de von Ausfern -schplenden -schlitter -crasscrenbon -fried -digger …

… -dangle -dungle -burstein -von -knacker -thrasher -apple -banger -horowitz -ticolensic -grander -knotty -spelltinkle -grandlich -grumblemeyer -spelterwasser -kürstlich -himbleeisen -bahnwagen -gutenabend -bitte -eine -nürnburger -bratwustle -gerspurten -mit -zweimache -luber -hundsfut -gumberaber -shönendanker -kalbsfleisch -mittler -raucher von Hautkopft of Ulm.

20. Juli 2011

Elisa Gastellum

Category: Journalismus und Internet — Tags: , , , , , , – Robert Dönges @ 20:42

Obwohl ich kein Spanisch verstehe, ist eines meines Lieblingslieder “Sabor a mi” von Álvaro Carrillo (1921 -1969), einem mexikanischen Komponisten (fragt nicht – es hat etwas mit Erinnerungen an eine bestimmte Person zu tun). Ab und an durchstreife ich Vimeo, YouTube und Co. auf der Suche nach Variationen des Liedes, die ich noch nicht kenne. Dabei stieß ich vor einiger Zeit auf eine in Englisch gesungene Version – live interpretiert von einer jungen Frau mit einer hinreissenden Stimme: Elisa Gastellum.

Fasziniert davon, wie mühelos sie sang, begann ich, im Internet nach weiteren Liedern von Elisa zu suchen. Das Ergebnis war bestürzend. Es wurde mir klar, dass sie bereits 2006, mit nur 18 Jahren, bei einem Autounfall ums Leben gekommen war.

Was damals geschah, lässt sich anhand von Zeitungsberichten und Blogs ziemlich genau nachverfolgen. Vom Unfall-Hergang (“Mariachi rising star killed in car crash“) über den Beitrag von ihrer Beerdigung (“Mourners pay last respects to young mariachi singer“) hin zum toxologischen Untersuchungsbericht der Polizei (“Singer was drunk, had cocaine in her system“). Ihre Mutter, mit der ich während der Recherchen in Mailkontakt stand, glaubt dagegen an ein Komplott der Medien und dass ein geplatzter Reifen an Elisas Wagen Ursache des Unfalls war:

“Since to this day we believe there was some kind of cover up and the media portrayed our daughter in a negative way.  The way that they assumed the accident happened was not true.  We were told that there were no witnesses, and by the grace of God we met a man 9 months ago who was driving 100 feet behind Elisa and saw the accident. He told us that Elisa was traveling normally when all of a sudden he saw the vehicle swerving and it crossed the center line up against the hill which was on an incline.

The police failed to tell us that there was a flat tire.  We believe that she had a blow out and lost control of the car, which caused her to cross the center line.  The media also portrayed Elisa as a drunk teen, driving recklessly and at a high speed, hitting the other girl head on.  None of that was true, because of witnesses who were with Elisa shortly before the accident.

There are other things in which this case was handled that give us reason to believe that there was a cover up, but we didn’t want to take legal action.  The loss of Elisa was more than we could handle.”

Ihrer verstorbenen Tochter hat die Familie im Internet ein Andenken geschaffen. Unter esoelisa.com beschreibt die “Elisa Gastellum Memorial Foundation” ihre Ziele: Die Stiftung soll die Erinnerung an Elisa bewahren und Stipendien für junge Mariachi-Talente vergeben. Ein jährliches Golfturnier und der Verkauf von “Devotionalien” bilden dafür die finanzielle Basis. Ich habe mir die CD “Memorias” bestellt. Mariachi, die sentimentale, manchmal ins Schluchzende abgleitende mexikanische Volksmusik, entspricht nur selten meinem Geschmack. Aber wie Elisa das ruhige Lied “Costumbres” singt, das wohl schönste Stück der Sammlung, ist schlicht – überwältigend.

Auf Youtube ist das Lied leider nicht zu finden. Doch Belege von der spielerischen Leichtigkeit, mit der die junge Elisa Gastellum zu singen vermochte, gibt es zuhauf. Ein – weiteres – Beispiel dafür trägt den Titel “Nunca Jamas”:

“Vergeudet” war das Attribut, das mir während der Recherche ständig in den Sinn kam; welch tragisch vergeudetes Talent. Ich fand Elisas Geschichte zu eindrucksvoll, um nicht erzählt zu werden. Für die Printausgabe (21.07.2011) des Mutterschiffs ist daraus ein Feature entstanden: “Vom kurzen Leben der Elisa Gastellum“.

20. Mai 2011

Virtuos

Category: Kreta und Griechenland — Tags: , , , , – Robert Dönges @ 13:29

Der folgende Videoclip vereint vieles von dem, wofür sich der Autor dieses Beitrags begeistern kann: Musik. Niveauvolle Fernseh-Unterhaltung. Gutaussehende Menschen. Die griechische Hochkultur. Und außerdem weiß ich sogar, wie sie es getan haben…!

(Gefunden via und mit Dank an www.spiegeloffline.de – “Griechenlands Supertalent”)

12. April 2011

Xylophon

Category: Gadgets und Technik,Journalismus und Internet — Tags: , , , – Robert Dönges @ 14:32

Ja, dieses Blog mag derzeit ein wenig monothematisch daherkommen. Aber hier ist schon wieder so ein Werbeclip, der einfach nur den Mund öffnet und einen sprachlos zurücklässt. Die gedankliche und tatsächliche Arbeit, die hinter dem Video steckt, kann ich mir nicht einmal ansatzweise vorstellen. Aber allein, so eine Idee  zu haben und diese Idee auch umsetzen zu dürfen, finde ich großartig. Und das Resultat sagenhaft.

7. April 2011

Episch!

Category: Journalismus und Internet — Tags: , , , – Robert Dönges @ 16:23

Gelungenen, bemerkenswerten, empfehlungswürdigen Werbe-Videos ist in diesem Blog schon mehrfach Platz eingeräumt worden. Bei dem hier musste ich vier Minuten glücklich vor mich hinglucksen. Mit Ohrstöpseln in den Horchern, dabei ständig um Beherrschung ringend. Bis mir die Lachtränen aus den Augen liefen.

Ich glaube, die Kollegen halten mich für völlig bescheuert. Egal. Urteilt selbst:

Hauptdarsteller: Sarah Silverman, Einhorn
Musik: Aerosmith (“Angel”)
Produzent: Wrigleys
Hinweis (und Dank an):  Jakob Adler aka @jakuuub

Nachtrag, 8. April 2011:
Der Clip ist Teil einer ganzen Serie. Das “Serenading Unicorn” singt sich offenbar schon länger die Luft aus den Nüstern, siehe Gangsta’s Paradise mit Coolio (“More Gangsta!”) oder: Serenading Unicorn sings Bolton (How am I supposed to live without you?). Und, ja: Auch ich bin ein musikalisches Kind der 80er Jahre.