6. April 2011

Neues vom iPad

Das wird die Arbeit in den Redaktionen der Republik revolutionieren: Mit seiner jüngsten Entwicklung “Typescreen” hat Apple endlich die Brücke schlagen können zwischen Tradition und Moderne, zwischen Konservativen und Progressiven, zwischen Holz(medium)köpfen und Digital Natives – die iPad-Erweiterung “Olympia” ist da!

Der neue Star im Schreibbüro - Quelle: amazon.com

Dumm nur, dass es sich dabei um einen Aprilscherz handelt… (via @isilayerol)

19. Januar 2011

Kausalzusammenhang

Category: Journalismus und Internet — Tags: , – Robert Dönges @ 18:27

Fakt I:  Seit dem Vorabend hängt dieses Schild an allen Türen des Treppenhauses, das die heiligen Gemächer von Produktion und Administration unseres Mutterschiffs vom öffentlich zugänglichen Foyer des Gebäudes trennt.

Zutritt. Für Unbefugte! STRENGSTENS! VERBOTEN!

Zutritt. Für Unbefugte! STRENGSTENS! VERBOTEN!

Fakt II: Heute ist gut die Hälfte der Redaktion nicht am Arbeitsplatz erschienen, bzw wurden die Kollegen weinend in Nebenstraßen der Ulmer Oststadt gesichtet.

Hinter vorgehaltener Hand wird nun ein kausaler Zusammenhang zwischen beiden Fakten vermutet. Eine offizielle Bestätigung war indes nicht zu erhalten.

3. Januar 2011

Nachtrag 2010

Category: Journalismus und Internet — Tags: , , , – Robert Dönges @ 14:26

Von all den geschriebenen Jahresrückblicken, fleißig zusammengetragenen Event-Rückschauen und sonstigen medial aufbereiteten Übersprengseln des vergangenen Jahres möchte ich nur diese eine Zusammenstellung empfehlen – die unglaubliche Sammlung der Glücksmomente 2010 auf YouTube. Wer sich die knapp neunminütige Film-Collage zu Gemüte führt, wird vor allem dreierlei feststellen:

1. Asiatische Fahrer von Motorrollern haben beste Überlebenschancen, wenn sie das gegnerische Auto seitlich erwischen.
2. George Orwells Fiktion 1984 ist tatsächlich längst Wirklichkeit – wie sonst lassen sich all die Videos aus Überwachungskameras erklären.
3. Manchmal sind Polizisten dümmer, als Bankräuber befürchten…

10. Dezember 2010

Klasse Klöpse

Category: Journalismus und Internet — Tags: , , , , – Robert Dönges @ 16:04

Der Terminus “redigieren” ist laut Wikipediader Oberbegriff für jene journalistische Tätigkeiten, die darauf abzielen, aus dem eingegangenen Material eine konsumierbare inhaltliche und formale Einheit zu gestalten.

Dass diese Arbeit dem Redakteur manchmal schwer fällt, bemerkt der Leser an Fehlern, die unvermutet in der gedruckten Zeitung auftauchen (so wie etwa am 22.11.2010 die Überschrift auf einer Lokalseite unseres Mutterschiffs). Oft ist es auch nicht die Rechtschreibung, sondern der Zusammenhang, der redigiert hätte werden müssen (siehe die letzten beiden Sätze im Porträt des Torhüters Jerzy Dudek vom 10.12.2010, Ressort Sport, Mutterschiff).

Das Gros der verbalen Brandbomben in vorgelegten Manuskripten jedoch bleibt dem Leser verborgen – eben weil sie bereits beim Redigieren entschärft werden. Dabei sind gerade diese Klöpse extrem unterhaltsam – das Nachrichtenmagazin Der Spiegel hat für veröffentlichte Patzer sogar eine eigene Rubrik etabliert. Dagegen bis zum heutigen Tage unveröffentlicht geblieben sind die Verhauer, die ein befreundeter Lokalredakteur aus dem hohen Norden in eingereichten Rohtexten entdeckt und nun weltexklusiv! für zwei-dinge.de freigegeben hat. Viel Vergnügen.

Kostproben aus dem harten Alltagsbrot einer Lokalredaktion -
d
ieser Tage beim Redigieren gefunden:

Die Schützen:
“Ein großes Dankeschön an unser Thronhaus für die Stärkung und an die AWO Brönninghausen, denn hier konnten wir die eben noch verzehrten Speisen und Getränke durch einen Toilettenbesuch auch gleich wieder loswerden.”

Die Sänger:
“Obwohl Ehrenvorsitzender Erich Heuwinkel im vergangenen Jahr verstorben ist, war 2009 ein gutes Jahr.”

Die Briefmarkenfreunde:
“Erfreut vermeldete Dr. Wiesekopsieker, dass ein neues Mitglied gewonnen wurde.”

Der Sportverein:
„Bei den Wahlen wurde der Hauptverstand einstimmig wiedergewählt.“

1. November 2010

Vertane Chance

Category: Familie und Frauen — Tags: , , – Robert Dönges @ 13:21

Man könnte jetzt schwafeln über Jahrzehnte der Emanzipation.
Über die vielbeschworene Gleichheit von Mann und Frau in der Gesellschaft.
Über gewachsene Rollenverständnisse im 21. Jahrhundert, vertane Chancen, Hausmänner, Muttersöhnchen und moderne Waschmaschinen.

Oder man kann einfach nur grinsen. Über unbekannte Menschen, die rund um den Globus einen gleichen, pragmatischen Humor teilen. Den ich sehr schätze.


(Inspiriert durch / inspired by Clementine alias / aka @isilayerol)