Weder in der Altpapiertonne, noch im Internet: Ich finde das Original der folgenden Geschichte nicht mehr. Das tut mir leid. Gelesen habe ich den Text in einer älteren Ausgabe der Griechenland Zeitung, in die ein Buch eingewickelt war, dass ich in Athen bestellt hatte. Lange Rede, kurzer Beschluss: Die Story nacherzählt, so, wie ich sie in Erinnerung habe.
Im Auftrag des lieben Gottes soll Petrus die Himmelspforte neu streichen lassen. Dazu bittet er drei Handwerker, einen Albaner, einen Deutschen und einen Griechen, um ihre Kostenvoranschläge.
Der Albaner verlangt 600 Euro: 200 fürs Material, 400 für die Arbeit.
Der Deutsche verlangt 1000 Euro: 300 fürs Material, 300 Euro Steuer für das Finanzamt und 400 Euro als Lohn für seine Arbeit.
Der Grieche dagegen verlangt 3000 Euro und flüstert Petrus die Details seines Angebots ins Ohr: “1000 für Dich, 1000 für mich. Dem Deutschen zahlen wir 300 dafür, dass er sein Angebot zurückzieht. Bleiben 300 Euro fürs Material und 400 für den Albaner – irgendeiner muss ja schließlich die Arbeit machen!”
In jedem Witz steckt eine bittere Prise Wahrheit. Verdammtes Finanzamt!
Der folgende Videoclip vereint vieles von dem, wofür sich der Autor dieses Beitrags begeistern kann: Musik. Niveauvolle Fernseh-Unterhaltung. Gutaussehende Menschen. Die griechische Hochkultur. Und außerdem weiß ich sogar, wie sie es getan haben…!
Am ersten Arbeitstag nach dem Urlaub fallen die Unterschiede zwischen dort, Ferien, und hier, Job, besonders gravierend aus. Angefangen von der Dunkelheit, die einen plötzlich morgens beim Aufstehen umgibt, über die Außentemperatur, die gefühlt um weitere 20 Kelvin unter der tatsächlichen liegt, hin zur Atemluft, die nicht mehr frisch nach See und Pinienduft riecht, sondern muffig nach Büro, Teppich und Toner.
Aber so ist es halt, wenn man vom Hochsommer Kretas in den Frühwinter auf der Schwäbischen Alb wechselt.
In aller Konsequenz bedeutet das für dieses Jahr: Nie wieder barfuß draußen laufen können. T-Shirts nur noch unterm Pullover. Im Wagen läuft die Heizung statt der Klimaanlage. Die angebrochene After-Sun-Lotion wandert in den Müll, da sie 2011 ohnehin abläuft. Und was ist mit Grillen – barbrüstig, Sonnenbrille, Bier in der Hand?
Vielleicht mal kommendes Jahr wieder. Wie hoffentlich auch der nächste Urlaub.
Ziemlich frisch, heute. Dienstag, 14. September 2010, 8 Uhr morgens.
Nein, Basketball ist nicht immer das “körperlose Spiel”, von dem uns unsere Sportlehrer einst überzeugen wollten. Basketball ist harter Männersport, in dem neben den Bällen bisweilen auch Fäuste und sogar Stühle fliegen. Zuletzt bewiesen am Donnerstagabend (19. August), als die Nationalspieler von Griechenland und Serbien minutenlang aufeinander eindroschen, als ginge es um die Vorherrschaft auf den Straßen des Athener Problembezirk Exarchias – und nicht um ein Freundschaftsspiel!
Die TV-Bilder der ungewohnten Schlägerei sind fast närrisch. Denn kombiniert mit den aufgeregten Staccato-Kommentaren des griechischen Sprechers wirkt die herzhafte Prügelei mit ihren Umarmungseinlagen wie eine einstudierte Filmszene. Tatsache ist aber, dass mehrere Spieler hernach blutend vom Feld geleitet wurden.
Auslöser der Klopperei war offensichtlich ein Streit zwischen Antonis Fotsis (Nummer 9, Griechenland) mit Milos Theodosic (18, Serbien). Die Protagonisten kennen sich aus der griechischen Basketball-A1-Liga, wo Fotsis für Panathinaikos Athen und Theodosic für den Erzrivalen Olympiakos Piräus aufläuft.
Warum die beiden ihre vereinsbegründete Disharmonie ausgerechnet bei einem Länderspiel ausdiskutieren mussten, bleibt ihr Geheimnis. Die Begegnung wurde kurz vor Spielende beim Stand von 74:73 für Gastgeber Griechenland abgebrochen.
Zu der besonderen Beziehung zwischen Ulm, also uns, und Uli Hoeneß, jetzt München, haben wir ja schon an anderer Stelle Position bezogen. Wie zu befürchten war, entpuppte sich das darstellerische Engagement des prominenten Würstl-Fabrikanten nicht als Eintagsfliege. Allem Anschein nach möchte er sich als Volksschauspieler profilieren. Uli Hoeneß – der legitime Nachfolger von Heidi Kabel, Gotthabsieselig?