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	<title>Zwei Dinge</title>
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	<description>Mindestens. Wenn nicht noch mehr. Nebenprodukte einer Redaktion in Ulm.</description>
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		<title>Berlinale, Randnotizen (III)</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 10:41:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Veitinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
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		<description><![CDATA[Natürlich lebt der Berlinale-Besucher nicht nur von der Berliner Luft und dargebotenen Kunst alleine. Zwischen den Filmen verlangt auch der Körper seinen Tribut. Doch beim Essen und Trinken sieht es zwischen Kino-Komplex, Hotel und Berlinale Palast tradtionell mau aus. Mittendrin liegen die „Arkaden“, eine Einkaufspassage, die vor allem ausländischen Besuchern den Hunger aus dem Magen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich lebt der Berlinale-Besucher nicht nur von der Berliner Luft und dargebotenen Kunst alleine. Zwischen den Filmen verlangt auch der Körper seinen Tribut. Doch beim Essen und Trinken sieht es zwischen Kino-Komplex, Hotel und Berlinale Palast tradtionell mau aus.</p>
<p>Mittendrin liegen die „Arkaden“, eine Einkaufspassage, die vor allem ausländischen Besuchern den Hunger aus dem Magen treibt. Zwischen fettiger Wurst, den üblichen amerikanischen Klopsbratereien und einem Steakhaus bringen sich Jounalisten auch oft nur mit dem Sandwich eines Kaffeehauses über den Tag. Vor allem für südländische Gäste eine echte Zumutung. Manche machen sich sogar ihre Stulle selbst. Gestern im Kino fing eine englischsprachige Kollegin an, ein Salamibrot zu mampfen – und das kann ein ganz schöner Angriff auf die Riechnerven sein.</p>
<p>Überhaupt die lieben Nachbarn im Kino. Liegt es am eigenen Alter oder an den vielen Filmen, die in schneller Abfolge eine Art Routine darstellen, über die hinaus die Umgebung intensiver wahr genommen wird?</p>
<p>Da wird während der Vorstellung versteckt, aber immer noch sichtbar mit hellem Bildschirm, das E-Mail-Postfach gecheckt. Oder mit dem Nachbarn der Film diskutiert. Es gibt auch die Rüberlehner, die englische Untertitel koreanischer Filme nicht lesen können und einem so nahe kommen, dass man jede Schuppe einzeln auf der Kopfhaut zählen kann. Und dann natürlich Nicht-ganz-so-gut-Riecher, die zu wenig vom Berliner Wasser abbekommen.</p>
<p>Das alles hat natürlich auch handfestere Folgen für die Gesundheit: Der Wechsel von Minusgraden vor und trockener bis warmer Luft in den Kinosälen treibt die Zahl Verschnupfter drastisch in die Höhe. Dazu kommt die Ansteckung untereinander. Je länger die Berlinale läuft, desto mehr wird neben, vor und hinter einem geschnieft und gerotzt. Kein Wunder bei der ungesunden vitaminlosen Ernährung.</p>
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		<title>Berlinale, Randnotizen (II)</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 14:34:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Veitinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus und Internet]]></category>
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		<description><![CDATA[Warum eigentlich schaut man sich auf Festivals Filme an, denen man im Normalleben keinen Blickes würdigen würde? Oder die im Fernsehen nur einen schnellen Weiter-Zapper wert wären? Ein Kurzfilm etwa handelt von einem Jungen in Brasilien, der seine Mutter auf einer Polizeiwache besuchen will. Nachdem er abblitzt, kommt seine Schwester, drückt ihm ihr Baby in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum eigentlich schaut man sich auf Festivals Filme an, denen man im Normalleben keinen Blickes würdigen würde? Oder die im Fernsehen nur einen schnellen Weiter-Zapper wert wären?</p>
<p>Ein Kurzfilm etwa handelt von einem Jungen in Brasilien, der seine Mutter auf einer Polizeiwache besuchen will. Nachdem er abblitzt, kommt seine Schwester, drückt ihm ihr Baby in die Hand und versucht ihrerseits, die Mutter herauszuholen. Dann ist der Film aus.</p>
<p>Ein weiterer Kurzfilm zeigt Gespräche einer Frau im Gefängnis, möglicherweise in Norwegen oder Finnland, die über ihre baldige Entlassung spricht, auf Finnisch oder Norwegisch. Manchmal gibt es Außenaufnahmen vor dem Gefängnis mit Kühen oder einem Vogel in der Luft. Dann ist der Film aus.</p>
<p>Im dritten Kurzfilm besingen drei Homosexuelle im Matrostenlook, wie sie an Bord eines Schiffes gehen und laufen dabei die Auffahrt eines Parkhauses hinauf. Dann ist der Festivalbesucher aus dem Kino gegangen. Und zwar in einen Film, der einen Ägypter zeigt, der eine Dokumentatiton über eine Madonnenerscheinung filmen will. Ein Film im Film also. Weil er aber nicht so recht weiterkommt, filmt er seine Familie. Dann geht ihm das Geld aus und seine Mutter nimmt das Filmprojekt in die Hand.</p>
<p>Das ist jetzt natürlich alles wahnsinnig ungerecht. Natürlich klingen die meisten Filme seltsam bis banal, wenn sie nur in einigen Sätzen wiedergegeben werden. Aber manchmal schafft man es auch nicht mit vielen Worten etwas herauszukitzeln. Aber dann wieder spricht Angelina Jolie zu Journalisten über ihren Film und überstrahlt dabei alles. Es funkelt und blitzt auf der Videowall, die vor dem Berlinale Palast aufgestellt ist. Fans und Touristen fotografieren Jolie von der Videowall ab und stellen sich vor ihr auf und lassen sich mit dem Star im Hintergrund fotografieren.</p>
<p>Doch ihr Film soll auch etwas eindimensional sein, heißt es. Aber immerhin mit dem wichtigen Thema Balkankrieg. Bei Jolie würde auch jemand hinschauen, wenn er in Norwegisch oder Finnisch wäre und von Kühen handelte.</p>
<p style="text-align: center">
<div id="attachment_6608" class="wp-caption aligncenter" style="width: 486px"><a rel="attachment wp-att-6608" href="http://www.zwei-dinge.de/2012/02/13/berlinale-randnotizen-ii/angelina-2/"><img class="size-full wp-image-6608   " src="http://www.zwei-dinge.de/wp-content/uploads/2012/02/angelina1.jpg" alt="US-Schauspielerin Angelina Jolie bei der Berlinale 2012 (Foto: dpa)" width="476" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">US-Schauspielerin Angelina Jolie bei der Berlinale 2012 (Foto: dpa)</p></div>
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		<title>Berlinale, Randnotizen (I)</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 09:18:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Veitinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus und Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
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		<description><![CDATA[Über den Glanz der Berlinale wurde schon viel geschrieben. Neue anspruchsvolle Filme, Stars, interssante Interviews. Journalisten aus vielen Teilen der Welt schaffen ein metropolitisches Ambiente. Berliner Bürger betrachten bewundernd die Akkreditierungskarte, die um den eigenen Hals baumelt und den freien Zugang zu Filmen gewährt, für die andere Stunden in Schlangen vor Kassen stehen müssen, nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über den Glanz der Berlinale wurde schon viel geschrieben. Neue anspruchsvolle Filme, Stars, interssante Interviews. Journalisten aus vielen Teilen der Welt schaffen ein metropolitisches Ambiente. Berliner Bürger betrachten bewundernd die Akkreditierungskarte, die um den eigenen Hals baumelt und den freien Zugang zu Filmen gewährt, für die andere Stunden in Schlangen vor Kassen stehen müssen, nur um zu erfahren, dass von fünf angepeilten Filme vier bereits ausverkauft sind. Und kostenlose Sprudelflaschen gibt es für Journalisten auch noch. Bei wachem Geiste sieht das allerdings etwas anders aus. Etwa, wenn man sich selbst in einer Schlange befindet, die eine andere Schlange kreuzt. Angesteuert werden unterschiedliche Kinosäle – die allerdings noch geschlossen sind. Die Schlangen vermischen zu einem großen Menschensee, es wird enger und heißer. Ein Mitglied der feingeistigen Kulturjournalisten-Zunft droht einem Drängler Prügel an. Schließlich ist es geschafft und die Kurzfilme beginnen. Jetzt erst mal die Gratis-Wasserflasche köpfen.</p>
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		<title>Greatest Love Of All</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 15:32:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Dönges</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie und Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Nachruf]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Whitney Houston]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon wieder ist jemand gestorben, den ich gut kannte. Zumindest meinte ich, sie gut zu kennen: Whitney Houston ist tot. Sie war 48 Jahre alt, nur drei Jahre älter als ich. Keine Ahnung, wie viele Nachrufe, Geschichten und persönliche Erinnerungen an sie in diesen Stunden geschrieben werden. Meine fängt so an: Ich habe sie geliebt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon wieder ist jemand gestorben, den ich gut kannte. Zumindest meinte ich, sie gut zu kennen: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Whitney_Houston" target="_blank">Whitney Houston</a> ist tot. Sie war 48 Jahre alt, nur drei Jahre älter als ich. Keine Ahnung, wie viele Nachrufe, Geschichten und persönliche Erinnerungen an sie in diesen Stunden geschrieben werden. Meine fängt so an: Ich habe sie geliebt.</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-6567" href="http://www.zwei-dinge.de/2012/02/12/greatest-love-of-all/whitney/"><img class="aligncenter size-full wp-image-6567" title="whitney" src="http://www.zwei-dinge.de/wp-content/uploads/2012/02/whitney.jpg" alt="" width="500" height="310" /></a></p>
<p>Damals war ich gerade von meinem ersten USA-Aufenthalt zurückgekehrt, ein pickeliger, spätpubertierender 19-Jähriger mit einer großen Nase und ohne Freundin. Während andere Jungs in meinem Alter bereits fest liiert waren und mit festen Zielvorstellungen ihre letzten Schuljahre bestritten, war ich ein hochgeschossener Träumer mit schlackernden Gliedmaßen, geplagt vom Fernweh nach sechs Wochen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Schließlich war ich der Zeit in Deutschland der 80er Jahre um mindestens Monate voraus, hatte in den USA den ersten Musiksender MTV kennengelernt, erstmals Bryan Adams (&#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=9f06QZCVUHg" target="_blank">Summer of &#8217;69</a>&#8220;), die Dire Straits (&#8220;<a href="http://www.universal-music.de/dire-straits/videos/detail/video:247133/money-for-nothing-long-vers" target="_blank">Money for Nothing</a>&#8220;), Mr. Mister (&#8220;<a href="http://www.dailymotion.com/video/x3ys2v_mr-mister-broken-wings_music" target="_blank">Broken Wings</a>&#8220;) gehört. Und Whitney Houston, eine junge, wunderschöne Sängerin mit einer unglaublichen Stimme. Das Foto von ihr im weißen Badeanzug, auf der Rückseite ihres ersten Albums, ist echt &#8211; damals gab es noch kein Photoshop, das solche Kurven hätte besser zeichnen können.</p>
<p>Wochenlang lief ihre LP täglich auf meinem Plattenspieler, stundenlang oft, während ich in meinem Sessel lümmelte und süßeste Wolkenschlösser baute. Ich war dermaßen verknallt in sie, dass ich mich nicht scheute, ihr einen öffentlichen Liebesbrief zu schreiben, nachdem sie endlich auch in Deutschland bekannt wurde. Er erschien im Juni 1986 in der Schülerzeitung meines Gymnasiums, unter der Überschrift &#8220;Oh, Whitney&#8221; und handelte vom faszinierendem Auftreten der Newcomerin, ihrer Wirkung auf uns Jungmänner und ihrem latenten Sex-Appeal (auch wenn ich das damals so deutlich nicht formulierte):</p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>&#8220;&#8230;&#8217;Hold me and touch me, make me a woman tonight&#8217;, und das im Duett mit einem Mann! Weißt Du überhaupt, was Du uns da antust? &#8230; Dennoch kann dies nicht der einzige Grund sein, warum wir uns, sobald der Name &#8220;Whitney&#8221; ertönt, verständnisvoll zulächeln. Vielleicht liegt es daran, dass eine tolle Stimme endlich auch mal zu einer tollen Frau gehört und jeder von uns das Privileg für sich Anspruch nimmt, Dich als Erster &#8216;entdeckt&#8217; zu haben. Wobei uns allerdings die Aussichtslosigkeit unserer Träume wieder eint. Oh Whitney, what have you done to us!<br />
Saving all my love for you &#8211; Robert&#8221;</em></p>
<p>Irgendwann hatte ich die Songs von Whitney Houston derart verinnerlicht, dass ich sie auswendig mitsingen konnte, ihre Texte für mich ins Deutsche übersetzte und sogar daran glaubte. Mein Lieblingslied war die üppige Ballade &#8220;Greatest love of all&#8221; und besonders die letzte Zeile half mir damals tatsächlich, meine pubertären Komplexe (Nase! Akne! Lulatsch!) abzulegen.</p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>&#8220;Because the greatest love of all Is happening to me<br />
I found the greatest love of all Inside of me<br />
The greatest love of all Is easy to achieve<br />
Learning to love yourself It is the greatest love of all&#8221;</em></p>
<p>Alles andere kam dann wenige Monate später, fast von alleine. Whitney Houston wurde abgelöst von echten Freundinnen und einer neuen Stimme (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Annie_Lennox" target="_blank">Annie Lennox</a>), die Schule endete, der so genannte Ernst des Lebens begann mit der Bundeswehr, es folgten Studium, Ausbildung, Hochzeit, Beruf, Kinder&#8230; Dennoch habe ich Whitneys weiteren Lebensweg immer mitverfolgt, ihre Erfolge, ihre Heirat, ihre Drogensucht, zuletzt, 2004, der Versuch, in Deutschland im Rahmen einer Tournee von Tchibo (!) zusammen mit Natalie Cole and Dionne Warwick als &#8220;Soul Divas&#8221; ein Comeback zu versuchen.</p>
<p>Da allerdings war sie schon lange nicht mehr die Whitney Houston meiner Jugend, die unvergessene &#8211; &#8220;Greatest Love of All&#8221;.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="360" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.dailymotion.com/swf/video/x2aqg4" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="360" src="http://www.dailymotion.com/swf/video/x2aqg4" wmode="transparent" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Bitterer Witz</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 16:03:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Dönges</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kreta und Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>

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		<description><![CDATA[Weder in der Altpapiertonne, noch im Internet: Ich finde das Original der folgenden Geschichte nicht mehr. Das tut mir leid. Gelesen habe ich den Text in einer älteren Ausgabe der Griechenland Zeitung, in die ein Buch eingewickelt war, dass ich in Athen bestellt hatte. Lange Rede, kurzer Beschluss: Die Story nacherzählt, so, wie ich sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6524" class="wp-caption aligncenter" style="width: 458px"><a rel="attachment wp-att-6524" href="http://www.zwei-dinge.de/2012/02/01/bitterer-witz/sky/"><img class="size-full wp-image-6524 " title="sky" src="http://www.zwei-dinge.de/wp-content/uploads/2012/02/sky.jpg" alt="Um Himmels Willen... (Foto: Lars Schwerdtfeger)" width="448" height="265" /></a><p class="wp-caption-text">Um Himmels Willen... (Foto: Lars Schwerdtfeger)</p></div>
<p>Weder in der Altpapiertonne, noch im Internet: Ich finde das Original der folgenden Geschichte nicht mehr. Das tut mir leid. Gelesen habe ich den Text in einer älteren Ausgabe der <a href="http://www.griechenland.net/" target="_blank">Griechenland Zeitung</a>, in die ein Buch eingewickelt war, dass ich in Athen bestellt hatte. Lange Rede, kurzer Beschluss: Die Story nacherzählt, so, wie ich sie in Erinnerung habe.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Im Auftrag des lieben Gottes soll Petrus die Himmelspforte neu streichen lassen. Dazu bittet er drei Handwerker, einen Albaner, einen Deutschen und einen Griechen, um ihre Kostenvoranschläge.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Albaner verlangt 600 Euro: 200 fürs Material, 400 für die Arbeit.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Deutsche verlangt 1000 Euro: 300 fürs Material, 300 Euro Steuer für das Finanzamt und 400 Euro als Lohn für seine Arbeit.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Grieche dagegen verlangt 3000 Euro und flüstert Petrus die Details seines Angebots ins Ohr: &#8220;1000 für Dich, 1000 für mich. Dem Deutschen zahlen wir 300 dafür, dass er sein Angebot zurückzieht. Bleiben 300 Euro fürs Material und 400 für den Albaner &#8211; irgendeiner muss ja schließlich die Arbeit machen!&#8221;</em></p>
<p>In jedem Witz steckt eine bittere Prise Wahrheit. Verdammtes Finanzamt!</p>
<p style="text-align: center;">
]]></content:encoded>
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		<title>Die Vesperkirche erdet</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 17:05:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Dönges</dc:creator>
				<category><![CDATA[In Ulm und um Ulm]]></category>
		<category><![CDATA[arm]]></category>
		<category><![CDATA[Mittagessen]]></category>
		<category><![CDATA[obdachlos]]></category>
		<category><![CDATA[Pauluskirche]]></category>
		<category><![CDATA[Ulm]]></category>
		<category><![CDATA[Vesperkirche]]></category>

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		<description><![CDATA[Es tut nicht weh, in einer Kirche zu essen. Es ist lediglich ungewohnt. Büromenschen wie der Finanzmakler, die Verlagssekretärin oder der Vertriebsassistent sitzen in der Regel nicht mit Obdachlosen oder Hartz-IV-Empfängern zu Tische. Nichtsdestrotrotz sind in den vergangenen Jahren viele von ihnen in die Ulmer Vesperkirche gegangen, um dort zu Mittag zu essen und vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es tut nicht weh, in einer Kirche zu essen. Es ist lediglich ungewohnt. Büromenschen wie der Finanzmakler, die Verlagssekretärin oder der Vertriebsassistent sitzen in der Regel nicht mit Obdachlosen oder Hartz-IV-Empfängern zu Tische. Nichtsdestrotrotz sind in den vergangenen Jahren viele von ihnen in die <a href="http://www.pauluskirche-ulm.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=89&amp;Itemid=144" target="_blank">Ulmer Vesperkirche</a> gegangen, um dort zu Mittag zu essen und vielleicht sogar, um Solidarität zu zeigen.</p>
<p>In diesem Jahr allerdings bleiben die Büromenschen aus. Weil es sich in unserer Gesellschaft, in der die Kluft zwischen Reich und Arm stetig wächst, nicht mehr ziemt, als Begüterter neben Bedürftigen zu sitzen? Sicher, die Menschen, die in der Pauluskirche für 1,50 Euro eine warme Mahlheit bekommen, tragen alte Klamotten, haben vielleicht schlechte Zähne oder riechen nicht gut. Doch sie leben in dieser Stadt mit uns. In der Vesperkirche sitzen sie sogar neben uns. Die Konfrontation mit ihnen erdet. Sie führt dem Normalbürger sein Glück vor Augen, auf der sonnigeren Seite des Lebens stehen zu können. Allein schon deswegen lohnt sich der Besuch.</p>
<p>Was außerdem dafür spricht, ist der schwäbische Pragmatismus: Der normale Gast zahlt hier 4,50 Euro pro Essen, inklusive Suppe, Hauptgang, Nachtisch, Getränk und Kaffee. Plus Nachschlag, wer möchte. Günstiger bekommt man derzeit nirgends in der Stadt ein Mittagsmenü. Eine warme, reichhaltige Mahlzeit zu einem fairen Preis für einen guten Zweck: Das ist eine Konstellation, bei der jeder der Beteiligten profitiert. Oder, wie es der Finanzmakler ausdrücken würde: eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Win-Win" target="_blank">win-win-Situation</a> für alle. Das schmerzt nicht, das beglückt. Und dazu muss man noch nicht einmal religiös sein.</p>
<div id="attachment_6473" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a rel="attachment wp-att-6473" href="http://www.zwei-dinge.de/2012/01/24/die-vesperkirche-erdet/vesperkirchekombi/"><img class="size-full wp-image-6473 " title="vesperkirche-kombi" src="http://www.zwei-dinge.de/wp-content/uploads/2012/01/vesperkirchekombi.jpg" alt="Die Vesperkirche bittet zu Tisch (Fotos: Volkmar Könneke)" width="500" height="500" /></a><p class="wp-caption-text">Die Vesperkirche bittet zu Tisch (Fotos: Volkmar Könneke)</p></div>
<p style="text-align: center;">
]]></content:encoded>
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		<title>Beischlafdiebstahl</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 09:57:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Dönges</dc:creator>
				<category><![CDATA[In Ulm und um Ulm]]></category>
		<category><![CDATA[Beischlaf]]></category>
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		<category><![CDATA[Kreis Neu-Ulm]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
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		<category><![CDATA[Ulm]]></category>

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		<description><![CDATA[Die heutige Pressemitteilung der Neu-Ulmer Polizei würde, seriös redigiert und für die Zeitungsausgabe gekürzt, sehr vieles von ihrer groben Komik verlieren. Außerdem möchte sicher niemand solche Geschichten aus der Unterwelt beim Frühstück lesen. Daher nur hier und dafür ungekürzt im Original: Am Samstag Nachmittag erschien ein 63jähriger Neu-Ulmer auf der Wache der Polizeiinspektion Neu-Ulm und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die heutige Pressemitteilung der Neu-Ulmer Polizei würde, seriös redigiert und für die Zeitungsausgabe gekürzt, sehr vieles von ihrer groben Komik verlieren. Außerdem möchte sicher niemand solche Geschichten aus der Unterwelt beim Frühstück lesen. Daher nur hier und dafür ungekürzt im Original:</p>
<div style="padding-left: 60px;"><em><span>Am Samstag Nachmittag erschien ein 63jähriger Neu-Ulmer auf der Wache der  Polizeiinspektion Neu-Ulm und wollte den Diebstahl von mehreren hundert Euro  anzeigen. Bis dahin schien es sich aus polizeilicher Sicht um nichts  Ungewöhnliches zu handeln. Als der bestohlene 63jährige jedoch den Vorgang  genauer dem Polizeibeamten schilderte, stellte sich die Sache als nicht ganz so  polizeialltäglich dar.</span></em></div>
<div style="padding-left: 60px;"><em><span><br />
</span></em></div>
<div style="padding-left: 60px;"><em><span><span style="font-family: Calibri,sans-serif;"> </span></span></em></div>
<div style="padding-left: 60px;"><em><span>Der Neu-Ulmer lernte in der Bahnhofsmission in Ulm eine ca. 55jährige Dame  kennen und verabredete sich zusammen für den Freitag in der Wohnung des  63jährigen. Als die derzeit noch unbekannte Dame dann beim 63jährigen am  Vormittag in der Wohnung erschien, ließ er diese in seine Wohnung. In der  Wohnung hatte der 63jährige seine Hose abgelegt. Darin befand sich seine  Geldbörse mit mehreren hundert Euro. Während sich die Dame in der Wohnung des  63jährigen aufhielt, ging dieser für wenige Minuten auf die Toilette. </span></em></div>
<div style="padding-left: 60px;"><em><span><br />
</span></em></div>
<div style="padding-left: 60px;"><em><span>Als der  63jährige dann von der Toilette zurück kam, vollzogen er und die Dame den  einvernehmlichen Geschlechtsverkehr. Innerhalb weniger Minuten täuschte die Dame  dann vermutlich mehrfach den Höhepunkt vor, um so den Geschlechtsverkehr zu  beschleunigen und zu beenden. Als der Geschlechtsakt dann schließlich beendet  wurde, verließ die Dame schon fast fluchtartig die Wohnung des 63jährigen.  Dieser bemerkte dann, dass aus seiner Geldbörse mehrere hundert Euro fehlten.  Die Dame wird daher nun verdächtigt, dass Bargeld aus der Geldbörse des  63jährigen entwendet zu haben, während dieser zu Beginn des Damenbesuchs auf der  Toilette war.</span></em></div>
<div style="padding-left: 60px;"><em><span><br />
</span></em></div>
<div style="padding-left: 60px;"><em><span> </span></em></div>
<div style="padding-left: 60px;"><em><span>Von der Dame ist bisher nur bekannt, da diese ca. 55 Jahre alt ist, eine  kräftige Figur hat, ca. 160 cm groß ist, einen krummen Rücken &#8220;Buckel&#8221; hat,  eine Blindenbinde trägt und mit einem Rollator fahren muss.</span></em></div>
<div style="padding-left: 60px;"><em><span><br />
</span></em></div>
<div style="padding-left: 60px;"><em><span><span style="font-family: Calibri,sans-serif;"> </span></span></em></div>
<div style="padding-left: 60px;"><em><span>Personen, die Hinweise auf die Person geben können, werden gebeten sich bei  der Polizeiinspektion Neu-Ulm zu melden.</span></em></div>
<div style="padding-left: 60px;"><em><span><br />
</span></em></div>
<div style="padding-left: 30px;">
<p><strong>Nachtrag:</strong> Die leise Ahnung vom Morgen, dass am Fahndungsaufruf für die kleine, fette, bucklige, blinde Alte mit mutmaßlich Klumpfüßen etwas faul ist, hat nicht getrogen. Die Polizeiinspektion Neu-Ulm, von Christoph Mayer vom Mutterschiff dazu befragt, hätte ihre Pressemitteilung am liebsten zurückgezogen. Für den Kollegen war es jedoch <a href="http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Ein-Hoehepunkt-der-Polizeiberichterstattung;art1158544,1304092" target="_blank">ein Höhepunkt der Polizeiberichterstattung</a>.</p>
</div>
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		<title>Der Hundeflüsterer</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 17:42:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Dönges</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blaustein]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder was gelernt heute: Erziehung kann ohne jegliche Form von Gewalt ablaufen! Insbesondere ohne: Nackenschütteln, Rückenwurf, Stachel, Würgehalsband oder Kastration. Richtig &#8211; es geht um Hunde, genauer: Problemhunde. Der Mann, der sich ihrer annimmt, kommt aus Blaustein, ist laut seiner Homepage &#8220;Hundetherapeut nach S.D.T.S.&#8221; (die Abkürzung steht für &#8220;speechless dogtraining-system&#8220;, habe ich eben im Forum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_6401" class="wp-caption aligncenter" style="width: 487px"><a rel="attachment wp-att-6401" href="http://www.zwei-dinge.de/2012/01/19/der-hundeflusterer/problemhund/"><img class="size-full wp-image-6401    " title="problemhund" src="http://www.zwei-dinge.de/wp-content/uploads/2012/01/problemhund.jpg" alt="Dieser Hund hat ein Problem: Er glaubt, er sei der Osterhase (Foto: dpa)" width="477" height="317" /></a><p class="wp-caption-text">Dieser Hund hat ein Problem: Er glaubt, er sei der Osterhase (Foto: dpa)</p></div>
<p style="text-align: left;">Wieder was gelernt heute: <em>Erziehung kann ohne jegliche Form von Gewalt ablaufen!</em> Insbesondere ohne: Nackenschütteln, Rückenwurf, Stachel, Würgehalsband oder Kastration. Richtig &#8211; es geht um Hunde, genauer: Problemhunde. Der Mann, der sich ihrer annimmt, kommt aus <a href="http://www.blaustein.de/" target="_blank">Blaustein</a>, ist laut seiner <a href="http://www.pht-ulm.de/index.htm" target="_blank">Homepage</a> &#8220;Hundetherapeut nach S.D.T.S.&#8221; (die Abkürzung steht für &#8220;<a href="http://www.hundewelten.de/html/was_ist_sdts.html" target="_blank">speechless dogtraining-system</a>&#8220;, habe ich eben im Forum von &#8220;<a href="http://www.wuff.at/cms/" target="_self">Wuff Online</a>&#8221; gelesen) und hat als Kind schon sein karges Abendessen mit der Töle seiner Großmutter geteilt. Unter dem Esszimmertisch.</p>
<p>Heute arbeitet er, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Pferdefl%C3%BCsterer" target="_blank">frei nach Nicholas Evans</a>, als Hundeflüsterer und therapiert verhaltensauffällige Vierbeiner, die bellen. Getreu dem Firmenslogan &#8220;Wenn Sitz und Platz nicht die einzigen Problemchen sind!!!&#8221; hilft er unter anderem bei:</p>
<ul>
<li>Aggression und Angstaggression,</li>
<li>Stereotypen und Zwangshandlungen,</li>
<li>Problemen bei oder mit Menschen und</li>
<li>Problemen beim Autofahren.</li>
</ul>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">Und, um der naheliegenden Frage des Lesers zuvorzukommen: Nein, der Mann behandelt keine Vorgesetzten. Auch keine Ehepartner. Nur Hunde.</p>
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		<item>
		<title>Der Absturz der &#8220;Phobos Grunt&#8221;</title>
		<link>http://www.zwei-dinge.de/2012/01/15/der-absturz-der-phobos-grunt/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 13:05:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Egbert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Absturz]]></category>
		<category><![CDATA[Fobos Grunt]]></category>
		<category><![CDATA[Mars-Sonde]]></category>
		<category><![CDATA[Marsmond-Sonde]]></category>
		<category><![CDATA[Phobos Grunt]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumschrott]]></category>

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		<description><![CDATA[Was tun, wenn man wissen will, wann und wo die verhinderte Marsmond-Sonde „Phobos Grunt“ runtergeht? Wenn man es vielleicht virtuell miterleben will? Mehreres ist möglich, falls man es nicht vorzieht, das zu tun, was man sowieso tun wollte, und Sonde Sonde sein zu lassen. 1. Entweder Rechner, Tablet oder Smartphone in Reichweite halten und alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6388" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-6388" src="http://www.zwei-dinge.de/wp-content/uploads/2012/01/Phobos-Grunt-150x150.jpg" alt="Phobos Grunt" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Das war die Marsmond-Sonde &quot;Phobos Grunt&quot;. Foto: Wikipedia</p></div>
<p>Was tun, wenn man wissen will, wann und wo die verhinderte Marsmond-Sonde „Phobos Grunt“ runtergeht? Wenn man es vielleicht virtuell miterleben will? Mehreres ist möglich, falls man es nicht vorzieht, das zu tun, was man sowieso tun wollte, und Sonde Sonde sein zu lassen.</p>
<p>1. Entweder Rechner, Tablet oder Smartphone in Reichweite halten und alle Stunde mal <a href="http://www.lizard-tail.com/isana/tracking/index.html?&amp;target=phobos_grunt" target="_blank">GoogleSatTrack</a> und <a href="http://www.heavens-above.com/orbit.aspx?satid=37872&amp;lat=0&amp;lng=0&amp;loc=Unspecified&amp;alt=0&amp;tz=CET" target="_blank">HeavensAbove</a> aufrufen. Wenn die Höhe unter 120 Kilometern beträgt, ist vielleicht viertelstündliches Aufrufen angezeigt.</p>
<p>2. In Twitter @Fraunhofer_FHR folgen. Die haben in einem jüngeren Tweet zum Beispiel auf eine <a href="http://twitpic.com/87jb12/full" target="_blank">Karte</a> verlinkt, die die nächsten Bahnen zeigt.</p>
<p>3. Auf einen <a href="http://skyweek.wordpress.com/2012/01/13/live-blog-zum-wiedereintritt-von-fobos-grunt/" target="_blank">Live-Blog</a> weist @Fraunhofer_FHR hin, aber sehr hilfreich finde ich den nicht; die beste Info dort ist der Link auf die genannte Karte.<br />
Die Europäischen Raumfahrtagentur (Esa) schreibt in einem Update zu einer <a href="http://www.esa.int/SPECIALS/Space_Debris/SEMJS2KX3XG_0.html" target="_blank">Pressemitteilung</a>, sie erwarte den Absturz am späten Nachmittag/frühen Abend des 15. Januar, also heute, mit einer Unsicherheit von +/- 4 Stunden.</p>
<p>Hilfreich könnte sein, was Prof. Heiner Klinkrad, der Leiter der Abteilung Weltraumrückstände in der Esa in Darmstadt, mir am Freitag sagte, als ich einen <a href="http://www.swp.de/ulm/nachrichten/vermischtes/Die-Sonde-faellt-irgendwohin;art4304,1293120" target="_blank">Artikel für die Südwest Presse</a> vorbereitet habe. Nämlich dass „man ausschließen kann, was nicht im Zeitfenster liegt“. Wenn man die restliche Zeit der „Phobos Grunt“ im Orbit auf drei Umläufe reduziere, „kann man sehen, wo keine Umläufe mehr sind“. Das lässt sich am einfachsten auf dem GoogleSatTrack sehen, wo die Bahnen der nächsten drei Umläufe rot eingeblendet sind.</p>
<p>Im Moment zeigt der SatTrack eine Höhe von 142 Kilometern. Vor einer halben Stunde flog die Sonde in 129 Kilometer Höhe, so tief hatte ich sie vorher noch nicht gesehen. Auf 120 Kilometern Höhe fängt der Absturz an. Weitere 20 Kilometer tiefer (und ein paar tausend Kilometer weiter), dann fängt die Atmosphäre an, die „Phobos Grunt“ zu zerreißen. Weitere 20 Kilometer tiefer (und …), dann verbrennt, was brennen kann, einschließlich der 11 Tonnen Treibstoff an Bord.</p>
<p>Von den netto 2,5 Tonnen Nettogewicht dürften weniger als 200 Kilogramm zur Erde fallen, zitiert die Esa Klinkrad. Die verteilen sich, wie er mir am Freitag sagte, auf „eine Trümmerschleppe, die 2000 Kilometer lang sein kann“. Anstatt Staub vom Marsmond Phobos zu holen liefert „Phobos Grunt“ ihren eigenen Staub auf der Erde ab.</p>
<p>Gekürzte Fassung des <a href="http://web.me.com/e.ma/3600/Yallah/Einträge/2012/1/15_Vorbereitung_auf_das_Ende_der_Mars-Sonde.html" target="_blank">Original-Blogs</a></p>
<p>Update 18.44.</p>
<p><a href="http://www.calsky.com/cs.cgi/Satellites/15?" target="_blank">CalSky.com</a> meldet:<br />
Orbit:         109.8 x 119.9 km</p>
<p>Wenn man den Beginn des Absturzes bei einer Höhe von 120 Kilometern ansetzt hat der Absturz also begonnen. CalSky.com gibt die Prognose &#8220;Absturz 20.54 Uhr UTC +/- 42 Minuten ab, also 21.54 Uhr MEZ +/-42 Minuten.</p>
<p>Update 19.10:  Wenn &#8220;Phobos Grunt&#8221; das Tempo beibehält und nicht vorher abstürzt, ist sie gegen 20:55 und 22:25 über der Südhälfte Deutschlands. Heaven above zeigt nur die Bahn, die Daten für Höhe etc. sind von heute morgen, nicht mehr aktualisiert. Das kann man jetzt vergessen.</p>
<p>Update 19:41: <a rel="nofollow nofollow" href="http://www.astronomie.info/" target="_blank">www.astronomie.info/</a> empfiehlt, zwischen 20.40 und 20.55 zum Himmel zu schauen.</p>
<p>Update 20:04: Roskosmos meldet den Absturz: &#8220;Phobos Grunt&#8221; sei westlich von Neuseeland in den Pazifik gestürzt. Auch GoogleSatTrack meldet, die Sonde sei nicht mehr zu finden, also abgestürzt.</p>
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		<title>Schnelle Nummer mit Mandy</title>
		<link>http://www.zwei-dinge.de/2012/01/12/schnelle-nummer-mit-mandy/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 21:42:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Dönges</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie und Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[In Ulm und um Ulm]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[KFZ-Zulassung]]></category>
		<category><![CDATA[Landratsamt]]></category>
		<category><![CDATA[Mandy]]></category>
		<category><![CDATA[Ulm]]></category>
		<category><![CDATA[Ummeldung]]></category>
		<category><![CDATA[Zulassungsstelle]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus unserer Reihe &#8220;Lebenshilfe&#8221; &#8211; heute: die Kfz-Ummeldung Dieser Tage hatte ich das Vergnügen, eine junge Kollegin, die mich um meine Hilfe gebeten hatte, zum Landratsamt des Alb-Donau-Kreises in die Schillerstraße zu begleiten. Anlässlich ihres Umzugs nach Ulm war es der anonym bleiben wollenden Kollegin (nennen wir sie einfach Mandy) ein Herzensanliegen, ihrem Kleinwagen ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus unserer Reihe &#8220;Lebenshilfe&#8221; &#8211; heute: die Kfz-Ummeldung</em><em><br />
</em></p>
<p>Dieser Tage hatte ich das Vergnügen, eine junge Kollegin, die mich um meine Hilfe gebeten hatte, zum <a href="http://www.alb-donau-kreis.de/" target="_blank">Landratsamt des Alb-Donau-Kreises</a> in die Schillerstraße zu begleiten. Anlässlich ihres Umzugs nach Ulm war es der anonym bleiben wollenden Kollegin (nennen wir sie einfach Mandy) ein Herzensanliegen, ihrem Kleinwagen ein hiesiges Nummernschild zu verpassen. Eine Nummer, die laut Mandy nicht länger als zehn, zwanzig Minuten dauern sollte.</p>
<p>Der mir zugedachte Part dabei war zum einen die moralische Unterstützung (Mandy: &#8220;Ich hab&#8217; doch so etwas noch nie gemacht!&#8221;). Zum anderen die Schonung der Mandy&#8217;schen Fingernägel, als es um das Herauslösen der alten Kennzeichen ging. Ein Vorgang, der nicht nur im strömenden Regen, bei lausiger Kälte, heftigem Wind und inmitten einer Pfütze stattfand, die Mandy zu ihrem Parkplatz erkoren hatte. Auch wehrten sich die mit ihren Halterungen verwachsenen Nummernschilder vehement dagegen, entfernt zu werden. Abgesehen davon, dass ich keinen blassen Schimmer hatte, wie man die Teile üblicherweise richtig ablöst. Erst ungeeignetes Werkzeug und der Totalverlust von zwei Plastiklaschen, mit denen die Schilder fixiert waren, brachten die störrischen Kennzeichen zum Ein<span style="text-decoration: line-through;">lenken</span>biegen.</p>
<p>Gut 20 Minuten nach der Ankunft also, durchnässt, aber mit den erlegten Blechtafeln in der Hand, betraten wir die Zulassungsbehörde. Aktuell angezeigt ward Nummer 133. Mandy, das patente Mädel, hatte unsere Mittagspause als genau jene Zeit des Tages bestimmt, in der am wenigsten Andrang herrschen sollte. Dies indes erwies sich als Fehlkalkulation. Wir zogen die Nummer 149 und fanden noch ein Plätzchen im rappelvollen Wartebereich.</p>
<p>134, 135. Zeit genug, um die Plakate an den Wänden zu lesen. &#8220;Keine EC-Kartenzahlung möglich&#8221; warnt die <a href="http://www.lebenshilfe-donau-iller.de/" target="_blank">Lebenshilfe Donau-Iller</a>. Sie hat im Saal einen Schalter, an dem sie neue Kfz-Schilder verkauft. Beim Schildermacher draußen gäbe es die frischbedruckten Tafeln sechs Euro günstiger, hatten wir zuvor mitgehört. 136.</p>
<p>Ich: <em>Sach mal, hast du eigentlich genügend Bargeld dabei?</em></p>
<p>Mandy: &#8220;Nee, ich zahl&#8217; mit Karte.&#8221;</p>
<p>137. Warten.</p>
<p>Ich: <em>Und die Unterlagen, die hast du alle dabei?</em></p>
<p>Mandy: &#8221; Ja, hab&#8217; alles kopiert. Bis auf den Fahrzeugbrief. Den hat mein Autohändler. Ist doch &#8216;n Leasing-Fahrzeug.&#8221;</p>
<p>Ich: <em>Bin mir nicht sicher, aber ich glaube, Du brauchst den Brief trotzdem.</em></p>
<p>Mandy: &#8220;Das kläre ich direkt am Schalter. Ich geh&#8217; jetzt eine rauchen.&#8221;</p>
<p>138. Warten.</p>
<p>Ich: <em>Du weißt aber schon, dass du die Originale mitbringen sollst? Alle?</em></p>
<p>Mandy, leicht genervt: &#8220;Jaaaha. Die liegen im Büro. Kopien reichen, glaub mir.&#8221;</p>
<p>139, 140, 141, 142. Warten.</p>
<p>Ich: <em>Aber nicht, dass wir hier &#8216;ne halbe Stunde rumsitzen, nur um prompt wieder nach Hause geschickt zu werden. Weil die Unterlagen nicht vollzählig sind.</em></p>
<p>Mandy, ziemlich genervt: &#8220;Jetzt hör halt auf. Wir gehen zu Schalter zehn, die Frau sieht nett aus, mit der kann ich reden.&#8221;</p>
<p>143. Mandy beim Rauchen.</p>
<p>144. Warten.</p>
<p>145. 146. 147. Warten. Mandy: deutlich genervt. Ich: mal lieber ruhig.</p>
<p>148. Warten.</p>
<p>30 Minuten waren längst vorbei, als endlich auf der Anzeigentafel aufleuchtete: 149 &#8211; zu Schalter sechs. An dem standen wir exakt 45 Sekunden lang, dann war die Nummer beendet. In dieser Zeit ließ sich Mandy belehren, dass hier und heute ohne Kfz-Brief keine Ummeldung möglich sei, weil der beim Leasing-Händler hinterlegte Brief zuvor an die Zulassungsstelle geschickt werden müsse. Ich tat derweil so, als ob ich nicht dazugehörte und durchblätterte eines der ausliegenden Faltblätter. Darin stand:</p>
<p><strong>Erforderliche Unterlagen bei Ummeldung eines Kfz ohne  Halterwechsel &#8211; alle Dokumente müssen gültig sein und sind im Original  vorzuweisen:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Personalausweis/Reisepass</strong></li>
<li><strong> (TÜV-)Prüfbericht der letzten Hauptuntersuchung</strong></li>
<li><strong> Einzugsermächtigung für die Kfz-Steuer</strong></li>
<li><strong> Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I)</strong></li>
<li><strong> Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II)</strong></li>
<li><strong> bisherige Kennzeichen</strong></li>
<li><strong>Versicherungsbestätigung der Kfz-Versicherung</strong></li>
<li><strong> ggf. Reservierungsbestätigung für ein Wunschkennzeichen</strong></li>
</ul>
<p>Zumindest letztere hätte Mandy dabeigehabt. Sogar im Original&#8230;</p>
<p><em>(Liebe Mandy, wenn Du das hier liest &#8211; in dem Faltblatt stand noch etwas, nämlich: &#8220;Reservieren Sie über das Internet oder das Telefon einen Termin. Wir bearbeiten Ihre Kfz-Zulassung dann auch während der regulären Öffnungszeiten ohne Wartezeit.&#8221; Klicke einfach hier: <a href="http://www.zulassung-ulm.de/terminvereinbarung.php" target="_blank">Terminvereinbarung für Privatkunden</a>. &#8211; Bist Du mir jetzt böse?!)</em></p>
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