10. November 2011
7. November 2011

Abstand halten, bitte. Im Donautal wabert der Nebel. (Foto: dpa)
Man hatte mich ja gewarnt. Damals, bevor ich nach Ulm kam. Das Wetter dort sei ungefähr so extrem wie in Meßstetten hoch oben auf der Schwäbischen Alb. Dort, wo ich dank Dienst am Vaterland auch schon leben musste, wäre es acht Monate Winter und weitere vier Monate kalt. Das stimmte. In Ulm dagegen, so sagte man mir, herrsche manchmal Nebel – aber nur von Herbst bis Frühjahr. Haha. Dabei stimmte das in den letzten drei Jahren so gar nicht.
Heuer allerdings ist alles anders. Seit – gefühlt – Wochen schwappt hier eine graue Suppe, die den sonst allseits sichtbaren Münsterturm verschluckt und die nächste Straßenkreuzung nur erahnen lässt. Licht, Sonne gar? Nur sporadisch vorhanden, wenn es Helios tatsächlich einmal schafft, sich durch den Nebel zu fressen.
Was ja alles nicht schlimm wäre – würden Frau Kleinert oder Herr Plöger im Fernsehen sowie alle Wetterfrösche in den Radios nicht seit Tagen strahlenden Sonnenschein versprechen. Bestes Herbstwetter, warme Temperaturen, goldener Oktober. Leider trifft das offensichtlich auf ganz Deutschland zu, aber nicht aufs Donautal, in dem Ulm nun mal liegt. Und was besonders schmerzt: Während hier der Dunst der Donau wabert, herrscht nur 30 Kilometer weiter südlich Indian Summer. Auch 35 Kilometer westlich von unserem grauen Loch glüht das Herbstlaub im besten Sonnenlicht.
Das verraten dem derzeit leicht depressiven Autoren die Webcams von Illertissen und Laichingen. Zum Vergleich: Hier ist die Webcam von Ulm.
Nur noch 226 Tage bis zum Sommerbeginn.