Seit meiner frühesten Jugend bin ich etwas neugierig und gehe gerne Dingen auf den Grund.
Eines der letzten verbliebenen Geheimnisse der Menschheit ist die Frage nach dem Licht im Kühlschrank. Brennt es permanent oder geht es tatsächlich aus, wenn man die Tür geschlossen hat. Meine empirischen Untersuchungen habe ich mit einem Video dokumentiert. Viel Spass!
Unser Lieblings-BischofEmeritus Walter Mixa wird sich, wie Donnerstag bekannt wurde, für seinen mehr oder minder freiwilligen Ruhestand in das Franziskanerinnenkloster zu Fünfstetten im Landkreis Donau-Ries zurückziehen.
Eine entsprechende Meldung der Deutschen Presseagentur (dpa), die wir dazu auf unserem Mutterschiff veröffentlichten, veranlasste einen Leser prompt dazu, uns in einem anonymen Kommentar zum Artikel scharf zu kritisieren. Wir dürfen zitieren:
“Mixa verbringt Ruhestand im Frauenkloster” weckt völlig falsche Assoziationen, die natürlich gewollt sind. Tatsache ist: JEDES katholische Frauenkloster braucht geistlichen Beistand, jemanden, der morgens die Messe liest, die Beichten abnimmt etc. Das MUSS ein Mann sein, da Frauen die Priesterweihe nicht erhalten. Dass Priester Dienst tun im Frauenkloster, ist so normal wie Männer, die Grundschülerinnen unterrichten. Insofern ist der explizite Hinweis auf das “Frauenkloster” völlig überflüssig.
Heute nun hat dpa eine auf diesen Aspekt eingehende Folgemeldung veröffentlicht. Auch hier erlauben wir uns, einfach im Wortlaut zu zitieren:
Augsburg/Fünfstetten (dpa) – Die Franziskanerinnen vom Kloster Maria Stern … befürchten eine Beunruhigung ihres klösterlichen Lebens durch die Anwesenheit des zurückgetretenen Bischofs Walter Mixa. “Durch das öffentliche Interesse an Mixa könnten wir im Kloster gestört werden”, sagte die Ordens-Provinzvikarin Schwester Beda Rauch am Freitag. “Wir haben von uns aus dem Bischof nichts angeboten, konnten uns aber Überlegungen des Bistums Eichstätt zur Unterbringung des Bischofs nicht verschließen”, sagte sie. … Mixa werde relativ autonom in dem Kloster zur Miete wohnen und werde nicht für seelsorgerische Aufgaben gebraucht. “Dazu haben wir einen blinden Kaplan im Haus, der uns täglich die Messe liest.“
Mehr ist zu diesem Thema wohl nicht mehr zu sagen.
Ja, ja, die Bahn. Spaß hatten die Herren und Damen der Schiene schon immer. Etwa die Schaffnerin, die statt der Zahl “elf” immer “ölf” sagt. “Neun Uhr ölf” fahren wir auf “Gleis ölf” ein. Lustig.
Oder die Gesundheitsapostel von der Bahn, die Fahrgäste im Hochsommer 70 Grad-Bio-Sauna-Temperaturen aussetzen – und das bei voller Bekleidung. Auch nett.
Aber am lustigsten haben es sicherlich die Bahner, die jeden Morgen die Gründe aus ihrem Verspätungsmöglichkeiten-Topf ziehen. “Hohe Streckenauslastung” heißt es immer wieder als Grund für Verspätungen. Was soll denn das heißen? Es sind heute überraschend besonders viele Züge unterwegs? Ja, sind Ferien?
Oder die berüchtigten “Verzögerungen im Betriebsablauf”. Ja, warum macht ihr dann nichts gegen die Verzögerungen?, denkt man als Fahrgast.
Heute morgen aber, als es mal wieder jede Menge Verspätungen gab, Züge ausfielen und der Regionalexpress Ulm 33 Minuten zu spät errreicht wegen “Verspätung aus vorangegangener Fahrt”, kam etwas ganz besonderes: “Unbefugtes Betätigen der Notbremse durch Reisende”.
Durch Reisende? So viel Spaß hat die Bahn nun also auch wieder nicht, als dass sie selbst die Notbremse zieht.
Die kulinarischen Besonderheiten der Schwäbischen Alb, ob Linsen oder Straußenfleisch, sind ja hinlänglich bekannt und werden von den Zeitungen im Einzugsgebiet, gerne auch während der mageren Sommermonate, vorgestellt.
Dennoch kommt es immer wieder zu Überraschungen beim Durchstöbern regionaler Speisenkarten und lokaler Angebote. Ein treffliches Beispiel dafür liefert jetzt der Stand eines hiesigen Fleischproduzenten auf dem Ulmer Wochenmarkt, der bei 35 Grad im Schatten clever mit “Leichte Kost für heiße Tage” wirbt.
Ulmer Magerkost
Die einzige Frage, die bei diesem gesunden und leicht verdaulichen Angebot vorerst noch unbeantwortet bleibt, lautet: Was versteht der Bauer dann unter schwerer Kost?
Seit langem dominiert die Schmuddelseite Seite mit den vermischten Anzeigen im Ulmer Wochenblatt die Annonce eines einschlägigen Etablissements, das sich bemüht, die eher sparsameren unter seinen schwäbischen Kunden anzusprechen.
Angebote dieser Kategorie sind nicht unbedingt neu: So genannte Flatrate-Partys, eine härtere Spielart dessen, was in Ulm beworben wird, hatte 2009 bereits ein Bordell in Fellbach, unweit der Landeshauptstadt Stuttgart, mit anfänglich großem Erfolg erprobt (und nach richterlichem Veto schnell wieder beendet – coitus interruptus, so zu sagen).
Nun, der Ulmer Puff geht nicht ganz so weit: Vier mal Kommen – danach bliebe der fünfte Besuch kostenlos, buhlt die Einrichtung an der Blaubeurer Straße. Umgerechnet also 20 Prozent auf alles – außer Tiernahrung? Für nicht Ortskundige: Dem Stundenhotel schräg gegenüber liegt die Filiale einer bundesweiten Baumarkt-Kette, die mit diesem Slogan regelmäßig auf Kundenfang geht.
Vielleicht ist es müßig, darüber zu spekulieren, ob der Spruch der Hammerverkäufer die Nachbarn auf der anderen Straßenseite in irgendeiner Form zu ihrem Werbetext animiert hat. Aber die Vorstellung ist doch reizvoll, zu welchen Claims der “Praktiker” die Praktizierenden das nächste Mal verführen könnte. Etwa: