“Nach dem Klo und vor dem Essen – Hände waschen nicht vergessen”: Aus dem tiefen Keller der Schadenfreude ist uns heute ein weiterer Beweis heimlichen Übermuts zugespielt worden (hierüber lacht die Redaktion, Teil II). Die anfängliche Vermutung, es handele sich um eine Szene vom Ulmer Volksfest, bestätigte sich nicht.
Mit einem Machtwort hat der Chefredakteur heute vormittag das Uhren-Langzeit-Experiment im Newsroom der SÜDWEST PRESSE nach nur drei Tagen beendet. Der böse Satz “Ihr tickt ja wohl alle nicht richtig!” ist dabei offiziell nicht gefallen. Dafür herrschen nun wieder Friede und Harmonie im Großraumbüro. Und an vielen Schreibtischen wird ein Ohrwurm von Tommy Finke gesummt.
Habe mir unlängst eines von diesen analogen Dingern zugelegt, die alles Geschriebene adhoc abspeichern. Auf der letzten Fachtagung in Berlin war man damit der absolute Trendsetter – das aPad war echt ein Hingucker! Und ich muss sagen, ich bin bislang sehr zufrieden. Vor allem, weil ich das Teil sofort intuitiv bedienen konnte. Kein umständliches Handbuch, keine langwierigen Installationen. Einfach aufklappen und loslegen – buy and play, so zu sagen.
Gut, es gibt auch Nachteile, aber die sind schnell aufgezählt: kein Korrekturprogramm; leider kein USB-Anschluss. Und der druckempfindliche Stift zum Bedienen ist Sonderzubehör und muss extra im Fachhandel erstanden werden.
Auf der anderen Seite: Das Gerät wiegt lediglich 286 Gramm, liegt gut in der Hand, ist leicht zu bedienen und die Funktion Drucken ist – wie gewohnt – über ein externes Zusatzgerät möglich. Außerdem habe ich herausgefunden, dass der fehlende USB-Anschluss bequem durch meine interne Memofunktion ersetzt werden kann. Der Upload dauert dadurch nur einen Tick länger, belastet dafür kaum den Arbeitsspeicher. Den Kampfpreis von 3,95 Euro halte ich daher für mehr als angemessen.
Üblicherweise begeben sich die meisten der KollegInnen hier zum Lachen in den Keller. Doch machmal bringt einer von ihnen den Grund seiner Kurzweil von unten mit nach oben und übergibt ihn uns. Heimlich, in einem diskreten Umschlag. Das ist nicht lustig.
Der Inhalt des Umschlags dagegen schon. Dem Wunsch unseres Informanten folgend, bitten wir dennoch, über das folgende Bild nur mit Diskretion zu schmunzeln.
Im Newsroom der SÜDWEST PRESSE in Ulm haben über Nacht die Zeitmesser Einzug gehalten. Sekundengenau zeigen sie die acht Zeitzonen in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, Leipzig, Stuttgart, München und Unterweiler an.
Da in der Donaustadt die Uhren bekanntlich ja etwas anderes ticken als anderswo, handelt es sich bei den acht Geräten um günstige Qualitätsware aus dem nächsten Baumarkt. Sie dienen gleichzeitig für eine Langzeitstudie zu folgenden zwei Themen:
1. Welche der eingesetzten Batterien hält am längsten durch?
2. Welcher der Redakteure tickt bei dem Crescendo am schnellsten aus?
Über beide Praxistests werden wir Sie auf dem Laufenden halten.
TICK. TACK. TICK. TACK. TICK. TACK. TICK. TACK. TICK.