Der griechische Staat steht kurz vor der Pleite. Hilfe in Form von frischen Milliarden kommt von der EU. Doch was ist der Preis, den die Griechen dafür zahlen werden? Die Entdeckung vorm Metro-Großmarkt in Esslingen-Deizisau beweist: Für die Finanzspritze aus Nordeuropa müssen die armen Hellenen ihre Jahrhunderte alten Olivenhaine verhökern. Der Ausverkauf Griechenlands hat längst schon begonnen!
Eine griechische Tragödie
iChuzpe
Was die Heidenheimer Zeitung dieser Tage vermeldete, hat vermutlich nicht weltweit, aber immerhin doch bei uns für ungläubige Erschütterung gesorgt: “Fit für die Zukunft: iPad besteht hz-online-Test“.
Unsere Fassungslosigkeit begründet sich nicht nur darauf, dass HZ Online bereits Hand ans Wundertablett legen durfte. Sondern auch an der Chuzpe, dass sich die Tester von der Ostalb damit begnügten, die elektronische Ausgabe ihrer gedruckten Zeitung auf dem iPad abzurufen. Um daraus zu schließen: “Was internationale Technik-Visionäre inspiriert, ist in Heidenheim bereits Realität: Die E-Zeitung, die Abonnenten weltweit online lesen können, funktioniert auch auf dem iPad.”
Okay. Noch mal für Laien: Weil das iPad auch die pdf-Dokumente der Heidenheimer Zeitung darstellt, besteht das Apple-Produkt die Prüfung der HZ online. Nicht umgekehrt.
Das zeugt von einem gesunden Selbstbewusstsein, wovon ein wenig mehr uns allen gut zu Gesicht stehen würde. Zumal in diesen Zeiten, in denen andere Leitmedien unserer Zunft die Zukunft des Journalismus generell zur Disposition stellen.
In diesem Sinne freuen auch wir uns darauf, das iPad bald unter den Fingern zu fühlen und verschärften Tests unterwerfen zu können. Wie Lautstärkeregelung, Mails schreiben und BombSquad.
Mixa erinnert sich
Nach wochenlangen Vorwürfen hat sich der Augsburger Bischof Walter Mixa jetzt doch wieder daran erinnert, so vor 20 Jahren als Stadtpfarrer von Schrobenhausen gelegentlich die eine oder andere Watsch’n verteilt zu haben. Nach alter Väter Sitte, sozusagen. An die Ohrfeigen meines Erzeugers kann ich mich selbst noch verdammt gut erinnern. Im heutigen Lichte des Mixa’schen Eingeständnisses betrachtet, habe ich vielleicht nur die begleitende Kernaussage immer völlig falsch verstanden: “Leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen die Denkfähigkeit und das Erinnerungsvermögen”. Das Erinnerungsvermögen von wem – das des Opfer oder das des Schlägers?
Luca Toni ist ein Schauspieler
Wir haben zur Zeit eine Praktikantin bei uns beschäftigt, die bringt alles mit, was man für den Job des Journalisten braucht: Neugier. Ideen. Interesse. Kann auf Leute zugehen. Stellt die richtigen Fragen. Ist engagiert. Sie könnte prima ins Team passen. Es gibt nur ein Problem:
Sie hat keine Ahnung vom Fußball.
Das ist bitter. Vor allem in einer von Männern geprägten Redaktion, bestehend aus einem Stuttgart-Anhänger, einem St-Pauli-Freund, einem FC-Bayern-Hasser und einem – die Welt ist nun mal nicht perfekt – Fan des 1. FC Köln. Wir sind tolerant. Wir haben auch nix gegen Frauen. Aber man muss bei uns mitreden können am einem Montag, nach einem Kick-Wochenende voller Emotionen.
Und da gibt dieses junge Frau freimütig zu, dass sie Fußball wirklich aber auch gar nichts abgewinnen könne. Schaut in unsere entsetzten Gesichter, lacht. Und toppt ihre Aussage mit dem, was sie bis neulich noch geglaubt habe – Obacht: “Luca Toni ist ein Schauspieler!”
Hm. Prägnanter lassen sich die fußballerischen Qualitäten des italienischen Nationalstürmers nicht beschreiben. Die Praktikantin ist tatsächlich ein Naturtalent. Vielleicht sollten wir sie doch behalten.
Mal ein Anfang…

Auf der Suche nach einem halbwegs sinnvollen Namen für dieses Blog stießen wir auf eine Gesprächseinleitung, die uns am Arbeitsplatz fast täglich unter die Nasen gerieben wird: “Leute, passt auf – zwei Dinge:…”.
Tatsächlich sind es dann aber fast immer mehr als zwei Dinge, die wir bedenken, erörtern, überarbeiten, interpretieren, besprechen sollten. Eigentlich bleibt es nur selten bei zweien.
Zwei Aspekte. Ja und Nein. Und Vielleicht. Oder doch nicht?
Zwei Standpunkte. Richtig. Falsch. Oder auch nicht.
Zwei Seiten. Pro und Contra; dazu eine Schlussfolgerung.
Zwei Autoren. Bisher.
Zwei Städte vor allem: Ulm und Neu-Ulm. Außerdem noch Ehingen, Senden, Blaubeuren, Geislingen, Göppingen, Stuttgart, München…
Deswegen ziehen sich die “Zwei Dinge” wie der gesuchte rote Faden durch dieses Blog. Abgestimmt auf unsere Leben, unsere Arbeit, unsere Familien und unsere Existenzen im Internet. Wie These und Antithese. Plus Synthese. In den beiden klassischen redaktionellen Darstellungsformen Glosse und Kommentar. Sowie Nachricht und Hintergrund und Klamauk und Meldung und Quatsch und Bericht und Feature.
Zwei Dinge halt. Mindestens. Wenn nicht noch mehr. Viel Spaß.



